TMS: Translation Management System

Translation Management?
Translation Memory?
Übersetzungsmanagement?

Ein kurzer Ausflug in die Welt des TMS.

 

Basisarchitektur eines Translation Management Systems

Ein Translation Management System (TMS) ist eine Software, die Unternehmen bei ihren Übersetzungsprojekten nachhaltig durch Zentralisierung, Automatisierung und Wiederverwendung vorhandener Inhalte über den gesamten Übersetzungsprozess unterstützt.

Wozu braucht man ein TMS?
Durch die Automatisierung von Übersetzungsprozessen werden Übersetzer bei Ihrer Arbeit entlastet. Zudem erhalten Projektmanager durch integrierte Management-Tools einen guten Überblick über die gesamte Prozesskette und können diese somit effizienter steuern.

 

Basisarchitektur TMS 650

 

 

TMS - Was war das noch gleich?

Innerhalb eines Translation Management Systems befindet sich eine zentrale Datenbank, in der alle Inhalte der Quell- und Zielsprachen gespeichert werden. Diesen großen Übersetzungsspeicher nennt man Translation Memory. Wird ein Übersetzungsauftrag im Translation Management System angelegt, werden die neuen Texte mit den bereits übersetzten bestehenden Inhalten aus der Datenbank verglichen und automatisch in die Zielsprache übernommen. Im Idealfall muss im Anschluß nur noch eine Überprüfung der bereits übersetzten Inhalte durch die Übersetzer und Marktverantwortlichen durchgeführt werden.

Vorsicht: Auch reine Translation Memory Systeme werden mit „TMS“ abgekürzt. Dies kann leicht zu Verwechslungen führen.

 

Was ist eine Translation Memory?

 

Was steckt hinter der Abkürzung CAT?
CAT ist die Abkürzung für "computer-assisted translation" oder auf Deutsch "computerunterstützte Übersetzung". Diese bezeichnet die Übersetzung von Texten mit Hilfe von Computerprogrammen. Die Software übersetzt allerdings nicht selbstständig, sondern unterstützt den menschlichen Übersetzer bei seiner Arbeit. Sie darf also nicht mit der maschinellen Übersetzung, die keinen Humanübersetzer mehr nötig macht, gleichgesetzt werden.

Was ist ein CAT-Tool?
Ein CAT-Tool bezeichnet ein System oder eine Software, welche die Übersetzung von Texten erleichtert. Ein CAT-Tool übersetzt zwar nicht selbst, unterstützt allerdings den Übersetzter bei der Analyse und Verwaltung der zu übersetzenden Dokumente. So erkennt es beispielsweise bereits übersetzte Textpassagen und erhöht dadurch die Produktivität. Dies sichert gleichzeitig die Einhaltung des Corporate Wordings.

Welchen finanziellen Vorteil bietet ein TMS?
Durch den Einsatz eines Translation Management System werden nicht nur Übersetzungskosten reduziert, sondern auch die Produktionszeit der benötigten Materialien verkürzt. Optimierte Prozesse, Content-Wiederverwendung, Terminologievorschläge und effizientes Projektmanagement führen direkt zu erhöhter Produktivität, steigender Qualität und sinkendem Aufwand. Die Einsparungen entlang der Produktionskette geben dadurch Ressourcen frei, die in neue Märkte und zusätzliche Sprachen investiert werden können. Ihr Unternehmen ist schneller, flexibler und erfolgreicher.

Wie kann die Qualität einer Übersetzung gemessen werden?
Das Translation Quality Assessment oder kurz TQA stellt eine Beurteilungsgrundlage von Übersetzungen dar. Um Prozesse zu optimieren und die Produktivität zu steigern ist es notwendig, Fehler und Inkonsistenzen schnellstmöglich zu beseitigen. Beim TQA wird eine Übersetzung von einem Korrekturleser anhand festgelegter Kriterien ausgewertet.

Für welche Unternehmen ist ein Übersetzungsmanagment geeignet?
Ein TMS eignet sich für alle Unternehmen, die ein großes Volumen an Content in mehrere Sprachen übersetzen. Vor allem wenn ähnliche Inhalte in verschiedenen Medien wie zum Beispiel Webseiten, Broschüren, Kataloge oder Flyer vorliegen oder einzelne Textpassagen mehrfach eingesetzt werden. Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse automatisieren und manuelle Prozesse auf ein Minimum reduzieren wollen, profitieren von mehr Transparenz, kürzeren Produktionszeiten und sinkenden Kosten.

Welche Dateiformate verwendet ein TMS?
Jedes TMS speichert seine Daten in einem proprietären Dateiformat. Erst in den letzten Jahren wurden Austauschformate entwickelt, um Daten zwischen verschiedenen Systeme auszutauschen. Somit ist man aufgrund der Austauschformate nicht mehr an ein bestimmtes TMS und an einen Dienstleister gebunden. Inzwischen haben sich einige Austauschstandards entwickelt, die zum größten Teil XML-basiert sind. Maßgeblich beteiligt ist dabei die LISA („Localization Industry Standards Association“). Einige - vor allem kleinere TMS-Anbieter - verzichten inzwischen sogar auf die Verwendung eigener Dateiformate und entwickeln ihre Produkte dahingehend, dass Daten ausschließlich in Austauschformaten gespeichert werden.

Wie entsteht eine Übersetzungslieferkette?
Eine Übersetzungslieferkette entsteht dadurch, dass Großunternehmen ihren hohen Bedarf an Übersetzungen nicht durch einen Dienstleister decken können. Durch die Beauftragung verschiedener Dienstleister, die oftmals in Konkurrenz zueinander stehen, entsteht ein hohes Risiko an Inkonsistenz und Qualitätsverlust. Ein Translation Management System kann diese Risiken mindern, indem es die Verwaltung der Dienstleister ermöglicht, Redundanzen vermeidet und die Einhaltung des Corporate Wordings sicherstellt.